Carola Storm-Knirsch, Diplom-Psychologin & Psychotherapeutin
16. Oktober 2010
Rechtsstaat heißt: Auch der Staat ist dem Recht unterworfen
Staatsanwalt Jim GARRISON: "DAS IST FASCHISMUS!"
(Aus Oliver STONEs Film "JFK. John F. KENNEDY "Tatort Dallas")
Wie Hitler gesagt hat: "Je größer die Lüge, desto mehr Menschen folgen ihr."
Lee Harvey Oswald, ein verwirrter einsamer Mann, der Aufmerksamkeit wollte durch ein Attentat auf den Präsidenten, war nur der erste in einer langen Reihe von Sündenböcken.
Ein Einzelfall? Nein! Bobby Kennedy, Martin Luther King, Männer, die mit aller Hingabe Veränderungen und Frieden wollten, was sie gefährlich machte für alle, die sich dem Krieg verschrieben hatten.
Auch diese beiden wurden umgebracht von solchen Verwirrten und Verrückten. Man kann die Schuldfrage ja so leicht verdrehen, indem man einen Mord einem irren Einzeltäter in die Schuhe schiebt.
Sind in diesem Land nicht viele zum Hamlet geworden, Kinder einer ermordeten Vaterfigur, und die Mörder sitzen immer noch auf dem Thron?!
Der Geist von John F. Kennedy konfrontiert uns mit dem heimlichen Mord im Herzen des amerikanischen Traums.
Er zwingt uns Fragen auf, unangenehme Fragen Worauf gründet sich unsere Verfassung? Was ist unsere Staatsbürgerschaft, mehr noch, unser Leben wert? Wie steht es um die Zukunft der Demokratie, wenn ein Präsident ermordet werden kann, ermordet unter widersprüchlichsten Begleitumständen? Und die Mühlen der Justiz mahlen nicht nur langsam, sie bewegen sich kaum.
Wie viele politische Morde denn noch? Getarnt als Herzinfarkt, Selbstmord, Krebs, Überdosis an Rauschgift?
Was muss noch alles passieren, wie viele Flugzeugabstürze, wie viele Autounfälle, bevor man erfährt, was dahinter steckt?
"Verrat darf Erfolg nicht krönen", hat ein englischer Dichter geschrieben. Was ist der Grund? Wäre er erfolgreich, wäre der Verräter kein dreckiger Hund.
Die Öffentlichkeit kennt bis heute noch nicht den Zapruder-Film. Warum?
Die amerikanische Öffentlichkeit hat auch die Röntgenbilder noch nicht gesehen und nicht die Fotos von der Autopsie. Warum nicht?
Es gibt Hunderte von Dokumenten, die eine Verschwörung eindeutig beweisen würden. Warum hält die Regierung sie zurück oder hat sie verbrannt?
Jedes Mal, wenn meine Behörde oder Sie, die Bürger, Fragen gestellt oder konkrete Beweise gefordert haben, war die Antwort von oben immer dieselbe:
"Nationale Sicherheit!"
Was ist das für eine nationale Sicherheit, wenn man uns unserer führenden Köpfe berauben kann? Was ist das für eine nationale Sicherheit, die es zulässt, dass dem amerikanischen Volk fundamentale Rechte aus der Hand genommen werden und sich selbst als Schattenregierung die Macht zuschanzt?
Diese Art von Nationaler Sicherheit, meine verehrten Geschworenen, wenn etwas so aussieht, so riecht, und so schmeckt, dann muss man es auch beim Namen nennen:
Das ist Faschismus!
Ich behaupte: Das, was sich am 22. November 1963 abgespielt hat, war ein Staatsstreich!
Und seine direkteste und verheerendste Auswirkung war die Missachtung von Präsident Kennedys Politik: der Abzug aus Vietnam.
Der Krieg ist das größte Unternehmen in Amerika mit einem Umsatz von 80 Milliarden im Jahr.
Präsident Kennedy wurde durch eine Verschwörung umgebracht, die auf höchster Regierungsebene bis ins Detail geplant war, von fanatischen kalten Kriegern ausgeführt, deren geistige Väter nicht nur in der CIA, sondern auch im Pentagon waren und mit dabei war Clay Shaw, der heute hier im Saal sitzt.
Die Tat war eine öffentliche Hinrichtung, gedeckt und vertuscht von Gleichgesinnten im Polizeiapparat von Dallas, vom Secret Service, vom FBI und sogar vom Weißen Haus bis in die höchsten Spitzen! Bis J. Edgar Hoover und Lyndon B. Johnson.
All diese Leute halte ich der Beihilfe für schuldig. Dieses Attentat hat den Präsidenten zu einer austauschbaren Figur gemacht. Seine Pflicht, seine Aufgabe ist es, so oft und eindringlich wie möglich das Verlangen dieser Nation nach Frieden zu betonen.
Und gleichzeitig fungiert er im Kongress als eine Art Makler für das Militär und seine Waffenfabrikanten.
Es gibt Leute, die halten mich für verrückt. Die Karikatur eines Südstaatlers, der mit aller Gewalt nach oben will. Ob ich verrückt bin und an Verfolgungswahn leide, lässt sich leicht ’rausfinden: Fragen Sie die Männer, die am meisten von dem Attentat profitiert haben: Den früheren Präsidenten Lyndon Baines Johnson und den neuen Präsidenten Richard Nixon, ob sie nicht die 51 CIA-Dokumente ’rausrücken wollen über Lee Harvey Oswald und Jack Ruby, oder den geheimen CIA-Bericht über Oswalds Aktivitäten in Russland, der plötzlich verschwunden war, als er photokopiert werden sollte. Diese Dokumente gehören Ihnen, Eigentum des Volkes. Sie haben das bezahlt.
Aber weil unsere Regierung Sie für unmündige Kinder hält, die man mit der harten Realität nicht belasten darf, oder weil Sie unter Umständen Selbstjustiz üben würden, können Sie diese aufschlussreichen Dokumente erst in 75 Jahren sehen ...
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